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Platon

Verflechtung der Ideen und reflexive Einteilung für deren Erkenntnis (Sophistes), keine unmittelbare Bezugnahme von Einzeldingen, empirischen Gegenständen oder Substanzen auf Ideen (Parmenides-Dialog); erste Gestalt des melius ipsum-Kriteriums in der Beurteilung der Güte der Gerechtigkeit aus dieser selbst (Politeia, 2. Buch); dynamis als Vermögen; kritische Methode als Katharsis in der Ideenannahme: Ideen nicht von Seiendem als in Raum und Zeit gegeben, sondern von Vermögen, die in ihrem Verhalten je der Orientierung im Maß ihrer selbst bedürftig sind und so ihr Maß erst als sie recht leitend in der Anmessung für sich gebildet haben können, das ihnen sonst aber unbegreiflich bleiben muß.

Anselm von Canterbury Monologion

Neuübersetzung und Kommentar

Es gibt verschiedene Gründe, warum gegenüber der verdienstvollen Übersetzungsarbeit von F. S. Schmitt eine verbesserte und berichtigte Übertragung und ein auf die Argumenta-tionsstruktur bezogener Kommentar zum Monologion nötig ist. Schmidt übersetzte z. B. an vielen Stellen ‚memoria’ nicht mit Gedächtnis sondern durch Bewußtsein. Im geistigen Ebenbildverhalten ist aber das Gedenken eine notwendige Bedingung, um ein Ursprungsverhältnis in der Annahme des für das Verhalten Maßgeblichen und Gründenden wahren zu können, ohne sich als Mensch mit dem sich selbst gebenden Gott zu verwechseln.

Weitere leitende Fragen für einen Kommentar werden sein: das Verhältnis zu de trinitate von Augustinus, darin die ternarische Struktur von intellectus, amor, memoria und die Bedeutung des Gedächtnisses für die Argumentationskraft der einteilenden und entscheidenden Vernunft; Zusammenhang von Vernunftschluß im Gotteserweis (Proslogion), Urteilskraft und Gotteserkenntnis als Ähnlichkeit (Mon K 66); Sein in Subsistenz, Grund und Maß der Erhaltung, individueller Geist und Person in sprechend erkennender und handelnder Gemeinschaft.

Kein erschließbares Sein (M K64) für das Göttliche ohne Wesensbegriffe, die zugleich gründende und maßgebliche Bedeutung haben im ebenbildlichen Verhalten, Interde-pendenz und Teilhabe der „Attribute Gottes“ (auch für das Sein, das ohne Erkenntnis nicht gedacht sein kann, im Erkennen aber, ohne definierendes, erklärendes Begreifenkönnen eine vernünftige Einsicht in der Entschiedenheit des Erkennens daß ... es so ist, wie das melius-ipsum-Kriterium uns lehrt.)

Kritik an bestimmten neuplatonischen Auffassung von Geist und Ideen; Anselms sachlich sich ergebender Rückbezug auf die originär platonische Form der Ideengeltung für das Gottesverhältnis.

Kant

Die Architektur des Werks als Traktat der Methode und Kritik der Vermögen, Selbstbe-wußtsein und Ideen, die reflexive Urteilskraft als Methodenerkenntnis der Philosophie in der Bildung der Vermögen der Begriffe, der Liebe zur Weisheit und der Gedächtnisses der Geltungen in der Berichtigung von Verfahren, die grundlegend praktische Bedeutung der Orientierung durch Ideen in der mit Beurteilungskraft besonnenen Vernunft, Unterscheidung von Kategorien und Ideen als Hauptaufgabe einer grundlegenden Kritik, Begriff des Urteils.

Verhältnis zu Platon (Sein als Vermögen, dynamis), Verhältnis zu Anselm im Blick auf eine kritische Grundlegung für systematische Philosophie und Theologie (Dogmatik ohne Dog-matismus), nicht von Postulaten ausgehend, sondern in Übergängen aus der reflektierenden Urteilskraft, ihren Maß- und Zweckmäßigkeitesbezügen.

Hölderlin

Werkorientierte Interpretationen, begleitet von begrifflichen Reflexionen zu Themen wie: notwendiger Widerstreit und materielle Identität. – Bedeutung seiner Dichtungen und ihrer poetischen Reflexionen für Philosophie und Theologie; das Nicht-Formalisierbare, das Unverfügbare, das in der Werkstruktur, im Geist der Werke, geachtet, gewürdigt wird, was nicht in einem Begriff identifiziert wird, was nicht durch Begriffsverbindungen als ein Ge-genstand begriffen wird, aber darum auch nicht durch Begriffe wie ‚das Nichtidentische’ (Adorno) in Gedanken gehalten werden kann – vielmehr bedarf es der poetischen Werk-struktur zu Wahrung der Grenze des Begrifflichen für das Verstehen; das Fühlen in der Vernunft des Denkens in ästhetischer Gestaltung, Faßlichwerden als Ort des Geistes zwischen Menschen und dem ihnen gegenüber Unerfaßten, wenn sie sich nicht haben er-greifen lassen und dessen gedenken. Dichtung als Kunstwerk, dem die Kultur dient, das die Kultur auch des Denkens beflügelt.

Celan

Jüdisches und Christliches Gedächtnis im Resümee einer abendländischen Geistesge-schichte in poetischer Gestalt; Philosophische Impliktaionen und Reminiszenzen, die Anrede im lyrischen Du und das Ad-Absurdum im Gefüge der Metaphern.

Idee und Person

Keine Person kann das Maß ihres Selbstseins nur für sich allein zum Maß der Angemes-senheit haben; Sein in Geschichte und Verantwortung als gemeinschaftsgründend, Be-gründung erhaltend; Philosophie und Theologie in den Grundverhältnissen vernünftiger Verfassung und des Vernunftlebens ihrer Verantwortung durch die, die sie sich als Staats-bürger gegeben haben; Kirliche Gemeinschaft im Geist des Gedächtnisses (Gotteser-kenntnis in der Nachfolge, Geist als Einheit der Ideen in ihrer Orientierungskraft des ge-schichtlichen verantwortlichen Seins als Person in individuo für eine durch Einzelne nie umgreifbare Gemeinschaft – Reich Gottes)

Bildung

Gottebenbildlichkeit als Maßgrund, Nachfolge als Orientierung und Bildung des Menschen als Person

Das Bildungsbuch für die Vermögen der Gerechtigkeit – Platons Ploteia (kein Idealstaat; das höchste zu Lernende ist, wie Ideen in Güte entsprungen sind; Verweis auf Timaios und Vergleichbarkeit von biblischer Schöpfungsgeschichte und Struktur der Ursprungsdarstel-lung nach Platon)

Ähnlichkeit und Vermögen der Anähnlichung (Kirchenväter: Irenäus, Basilius, Augustinus); Gotteserkenntnis als Ähnlchwerdung (Anselm)

„Die mystische Bildungslehre Meister Eckharts greift nicht nur auf die ursprüngliche, schöpfungsmäßige Gottebenbildlichkeit des Menschen zurück, sondern ist noch mehr an der Erneuerung dieser Bestimmung interessiert.“ (Pannenberg, Grundfragen 2, S. 211; vgl. H. Schilling, Bildung als Gottebenbildlichkeit, 1961)

Annahme des ursprünglichen Bestimmungsgrundes ist Annahme des Maßes in der Erneu-erung von Entsprechung, das nur in den Vermögen zur Anmessung sich geltend machen kann.

Auf das Ursprüngliche können wir nur mit seiner Annahme als Grund und Maß zurückgreifen und die Gegenwart des Ursprungs wird ohne das Bildungsverhalten unserer Orientierung und ihrer Vermögen in der geschichtlichen Welt als einer Anmessung nicht wirklich. Als nur gegeben und nicht noch bildend auch zu finden bliebe eine Ursprungsbestimmung unfasslich und ohne leitende Bedeutung. Darum öffnet sich alle metaphysische Prinzipienerkenntnis, denn Prinzipien sind nach Kant „ursprüngliche Bestimmungsgründe“, auf die Bildung der Vermögen und der Orientierung ihres Verhaltens hin – Idee und Person. Gleichwohl nehmen wir in jeder gedanklichen Wendung auf das Maß es als gegeben an, denken den Ursprung als maßgebend (erst wenn wir in Christus durch die Annahme zu-gleich mit dem Maßgebenden identifizieren, bildet sich ein Selbstbewußtsein des Maßbildens aus – vgl, Wesen, Existenz – keine für die Orientierung taugliche Wesensbestimmung als Natur des Menschen, nicht theoretisch, aber praktisch reflexiv).

Orientierend ist nicht das Wesen des Menschen, sondern die Wesensbestimmungen Gottes als Ursprung, Grund und Maß – das sich ursprünglich selbst gibt und unsere Orientierung ist.

Daß wir verwandelt werden sollen in das Bild Christi (Paulus)

Das „überbildende Bild“ (Eckhart) von der Idee der Vernünftigkeit als Fünklein in der Seele verborgen (angefacht im sich Erneuern). Ursprung als Erneuerung gegenwärtig (Sinn seiner Maßgebung in Annehmbarkeit) „Die Seele hat ihr Bildsein nur in einem Prozess fortgesetzen Bildens und Überbildens.“ In diesem Bilden (zum Bild, in das Bild des Sohnes – Gotteskindschaft) über alles Bild (Abbild) hinaus am Wesen der Gottheit teilhabend.

„Ihr sollt vollkommen sein, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist.“ (Mt 5,48)

Welterfahrung und Weltorientierung hat im Begriff der Bildung als Person nur teil, wenn Welt als Geschichte begriffen, und alles göttliche Wirken und ursprüngliches Handeln sich in seiner geschichtlichen Bedeutung annehmen läßt, denn nur dann hat es die orientierende Kraft, in der es im Unterschied zu gegenständlichen Gegebenheiten allein als göttlich erkannt sein kann.

Meister Eckhart

Meister Eckehart zieht zunächst in seinen lateinischen Schriften radikale Konsequenzen aus den ihm vorangehenden Theologischen Einsichten. Bis in die deutschen Predigten hinein sind die Ausprägungen dieser Arbeit im Gottesverhältnis der Vernunft zu verfolgen. Die für sich genommen schwierigen Gedanken und Anwürfe (von der Negation des Seins in der Gottesprädikation bis zur unio von Gott und ich oder der Gottesgeburt) stellen Extreme dar, die jedoch notwendig miteinzubezogen werden müssen in die sich erneuernd und selbst berichtigende Erkenntnisbewegung im Gottes- und Selbstverhältnis. Verliert man die Zusammenhänge nicht aus den Augen und gibt ganz im Sinne Eckeharts den Anspruch der Vernünftigkeit und der Erkenntnis nicht Preis, dann lassen sich seine großar-tigen Prägungen und seine Spracharbeit für das Denken in der Deutschen Sprache ein- und zurückbinden in eine systematisch und selbstkritisch sich zugleich auch für die Dichtung sich öffnende Theologie.

Metaphysik und Theologie

Gottesattribute, Gebrauch der metaphyischen Begriffe, ihre Kritik und Umbildung bei Augustinus

Kritik der Werte

Zur Kritik der Wertbegründung des Rechts (Böckenförde); Kritik der materialen Wertethik, ihre Fehlauffassungen von Vernunft und vermeintlich bloß formaler Reflexion im Verhältnis zu Kant in neukantianischen Auffassungsweisen; Heideggers Widerstand gegen die Wertlehre

Begründung der Verfassung

Begründung als Verpflichtung in der Verfassungsverantwortung (Vernünftigkeit, Nachvollziehbarkeit der allgemeinen Geltungsansprüche als gemeinschaftsstiftend, -erhaltend); Bedeutung der Begriffsarbeit für verbindliche Formulierungen von Grundge-setzen.

 

 

 

 

 

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